Montag, 6. Oktober 2014

Am Set

Hallo, ihr Lieben.
Nach dem langen Wochenende und einer noch länger erscheinenden Busfahrt, bin ich nun wieder in Berlin gelandet. Mein Tag begann zwar, dank Baustellen, S-Bahn-Umleitungen und nicht kommenden Bahnen, ziemlich sch*****, aber jetzt gehts mir wieder super! Ich komme nämlich gerade von Set. Ja, ich durfte heute mal Tourist spielen und die ganzen wichtigen Leute bei ihrer Arbeit beobachten. Praktisch war natürlich auch, dass sie direkt um die Ecke von unserem Büro gedreht haben. Da konnte ich ganz einfach mal rüberlaufen und zusehen.
Gedreht wurde für die 3. Staffel von "Weissensee", einer, wie ich finde, ganz wunderbaren Serie. Sie spielt in der DDR und beschreibt den Alltag von zwei Familien. Die eine Familie, Kupfer, ist ein wichtiges Mitglied in der Partei und die Männer arbeiten fast alle bei der Stasi. Die andere Familie, Hausmann, besteht nur aus Mutter und Tochter, wobei die Mutter eine sehr berühmte Sängerin ist, die vor allem durch "staatsfeindliche" Texte für Furore sorgt. Es ist total spannend, ich habe die ersten zwei Staffeln innerhalb einer Woche durchgeguckt. Man kann einfach nicht wieder aufhören. Mit spielen unter anderem Uwe Kockisch, Jörg Hartmann, Florian Lukas, Hannah Herzsprung, Katrin Sass und Anna Loos (!!!) - Regie führt Friedemann Fromm.
So, genug dazu. Ich war auf jeden Fall am Set und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist irre, wie oft man eine Szene drehen muss, selbst wenn sie am Ende nur 20 Sekunden im Film bekommt. Überall Kameras, Leute die sich Anweisungen über Funkgeräte geben und Sicherheitsleute, die dafür sorgen, dass keine Passanten ins Bild laufen. Letzteres ist ziemlich schwierig, da viele nicht einsehen, warum sie warten müssen, und trotzdem weiter laufen. Besonders interessant fand ich auch die Komparsen. Sie sind natürlich DDR-typisch angezogen, auf jedes Detail wurde geachtet. Sei es nun der Mantel, die Einkaufstüte oder deren Inhalt, alles muss passen. Ja, und so stand ich eine Stunde lang da und habe mir angeguckt, wie Florian Lukas (im Film Martin Kuper) ein paar Briefe einwirft und dabei von einem Bettler gefragt wird, ob er mal ne Mark für ihn hätte. Alles in allem eine nicht ganz sooo spannende Szene, aber es war trotzdem cool, mal ganz nah dabei zu sein und sich anzusehen, wie Film denn nun eigentlich gemacht wird.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und melde mich bald wieder wenn es was Neues gibt!

Ein Teil der Film-Crew


Die Komparsen - fein herausgeputzt!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Berlin. Berlin. Ich bin jetzt in Berlin.



Sooo, dann fange ich mal an.
Zur Zeit bin ich ja in Berlin. Glücklicherweise. Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich dieses Praktikum wirklich erhalten habe.
Ursprünglich hatte ich mich beginnend ab September bei verschiedenen Filmproduktionsfirmen in Leipzig beworben. Aber wie das Schicksal so spielt, habe ich nur Absagen bekommen, die letzte soger erst einen Tag vor dem eigentlichen Beginn. Aus lauterTrotz habe ich dann meine Bewerbung an die ganz großen Firmen in Berlin verschickt. Und siehe da, ZIEGLER-Film suchte zufällig gerade einen Praktikanten für die Postproduktion. Nach einer Fahrt nach Berlin und einem 20-minütigen Bewerbungsgespräch war es dann klar: ab dem 15. Septmeber konnte ich in der Haupstadt anfangen.
Und nun bin ich schon seit über zwei Wochen hier. Und es gefällt mir wahnsinnig gut! Ich bin in der Postproduktion eingesetzt, das heißt wir organisieren die Nachbearbeitung der Filme. Wir koordinieren die Termine für Schnitt und Vertonung, versorgen die Produzenten mit Mustern der einzelnen Drehtage und sind die ersten Ansprechpartner wenn es ums DVD-Kopieren geht. Das ist im Moment vor allem meine Aufgabe. Ich lade die Muster herunter, brenne sie und gebe sie anschließend an die entsprechenden Ansprechpartner weiter. So weit eine nicht allzu anspruchsvolle Aufgabe, aber bis ich kapiert habe, welches Muster man mit welchem Programm brennt und welches Menü nun wo erscheinen soll, hat es schon eine Weile gedauert.
Ich sitze zusammen mit Tillman und seiner Assistentin Iris im Büro. Die beiden sind supernett und auch nicht genervt, wenn ich zum vierten Mal nachfrage, ob ich nun Nero Video, Express, oder doch ein ganz anderes Programm benutzen muss.
Wenn beide außer Haus sind, habe ich die Gewalt über das Telefon. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und liebe es. Denn dann schiebe ich mir einfach einen Film rein, trinke Kaffee (der BESTE!) und höre mit einem Ohr hin ob das Telefon klingelt oder doch irgendjemand etwas von mir will. Kurz vor sechs stelle ich das Telefon dann aus und mache mich auf den Heimweg. Ja, und so schnell können zwei Wochen vergehen. Aber ich habe wirklich schon viel gelernt und stelle mich nicht mehr ganz so dusslig an wie am Anfang!
Momentan fahre ich am Wochenende noch nach Hause, weil immer etwas Anderes ansteht. Da mein Büro direkt am ZOB ist, ist das gar kein Problem. Rein in den Fernbus und nach 2 Stunden (theoretisch) bin ich da. So auch heute - das lange Wochenende muss ich nutzen! Ich wünsche euch allen einen wundervollen zusätzlichen freien Tag. Bis bald!
Der BESTE Kaffee

Muster überprüfen...!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Heyho

Hallo ihr lieben Menschen vor den Bildschirmen da draußen,
mir wurde einmal gesagt, dass das Wichtigste für einen journalistischen Text die 6 W-Fragen sind, die eigentlich am Anfang, aber auf jeden Fall im Laufe des Textes geklärt werden müssen. Ok, na dann mal los!
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Wer: Ich. Das heißt Mina, 18 Jahre und gerade frischgebackene Abiturientin, die jetzt die Welt unsicher machen will.
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Wo: Haha, das ist schon schwieriger. Eigentlich Leipzig, momentan für 4 Monate Berlin und dann nochmal für 4 Monate Kanada in der Nähe von Vancouver.
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Was: Unterschiedlich. Also in Berlin habe ich einen ziemlich genialen Praktikumsplatz ergattern können. Ich bin bei ZIEGLER-Film in der Postproduktion und fühle mich ziemlich wohl.
In Kanada werde ich erst einen Monat lang zu Sprachschule gehen um mein Englisch ein bisschen auf Vordermann zu bringen und danach werde ich noch 12 Wochen in einem Wildlife-Projekt mitarbeiten. Juhu!
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Wann: Wer aufgepasst hat kann sich das schon fast selbst beantworten. In Berlin bin ich vom 15.09.-16.01.. Und danach steht Kanada an, wenn alles klargeht ab Februar.
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Wie: Natürlich mit ganz viel Enthusiasmus, Freude und Neugierde.
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Warum: Gute Frage. Vielleicht weil ich noch ein bisschen was erleben will, bevor ich mich nächstes Jahr ins Studium stürze. Vielleicht weil ich mir selbst noch nicht so ganz sicher bin,
wie alles weitergehen soll und noch ein Jahr Bedenkzeit brauche. Vielleicht auch einfach nur, weil ich Lust darauf habe. Wer weiß...

So, das sind erstmal die wichtigsten Informationen, die Grundlagen für jeden wichtigen, interessanten Text, hier natürlich Blog. Der Rest wird folgen. Versprochen!